SWISS CLASSIC HISTORIC MOTORSPORT AWARD 2026
Wir stellen Ihnen hier sehr gerne die drei Kandidaten für den SWISS CLASSIC HISTORIC MOTORSPORT AWARD mit jeweils einer detaillierten Beschreibung vor.

Bruno Flückiger, Gümligen BE
Bruno Flückiger führt mit seinem Bruder Beat die Automobile Flückiger AG in Gümligen, deren Wurzeln bis 1925 zurückreichen. Bevor er Garagist wurde, machte er sich im internationalen Rennsport einen Namen. 1978 begann er als Mechaniker in der Formel 2, ein Jahr später kam er an der Seite von Marc Surer in die Formel 1 und galt dort als jüngster Chefmechaniker. Später gewann er mit Hans-Joachim Stuck den Titel in der Procar-Serie. 1989 trug er als verantwortlicher Ingenieur bei Sauber zum Le-Mans-Sieg und zum Gewinn der Langstrecken-WM bei. Mit seinem "bf Classic Team" trat er an der Ennstal-Classic an, zeitweise mit Mario Illien, David Brabham und Jochen Mass im Aufgebot. Zudem pflegt er eine private Sammlung von Motorsport-Erinnerungsstücken und besucht regelmässig die Grand Prix Trust Reunion in England. Mit ihm ist ein Berner nominiert, der Rennsportgeschichte nicht nur bewahrt, sondern selbst mitgeschrieben hat.





Georg Kaufmann, Busslingen AG
Georg Kaufmann bringt einmal im Jahr Motorsportgeschichte auf die Offene Rennbahn Oerlikon. Die 1912 erbaute Anlage ist das älteste noch genutzte Sportstadion der Schweiz – und mit ihren kurzen, steilen Kurven eine ganz besondere Bühne. Seit der ersten Austragung 2002 organisiert Kaufmann "Indianapolis in Oerlikon" mit und war dort auch schon selbst als Fahrer unterwegs. Rund 60 historische Renn- und Sportwagen drehen in drei Zeitfenstern ihre Runden, bis zu acht gleichzeitig und mit bis zu 100 km/h. Zugelassen sind nur erfahrene Fahrer, die regelmässig Rennen bestreiten. Einen Sieger gibt es nicht, denn ein Rennen ist es ausdrücklich nicht: Jeder eingenommene Franken fliesst in die Rennbahn zurück. Den Zweirad-Teil mit historischen Werksrennmaschinen verantwortet sein Bruder Jo Kaufmann. 2025 kamen rund 6000 Zuschauer, Jahresrekord für die Rennbahn, Ehrengast war Arturo Merzario. Dass in Oerlikon früher auch Autorennen stattfanden, belegt ein Plakat von 1946, das Kaufmann in London ersteigert hat.





Arosa Classic, Arosa GR
Seit 2005 wird die Strasse von Langwies nach Arosa jeden Spätsommer zur Bergrennstrecke für historische Renn- und Sportwagen. Die 7,3 Kilometer lange Strecke mit 76 Kurven und 422 Metern Höhendifferenz gehört zu den anspruchsvollsten Prüfungen für Klassiker in der Schweiz. 2026 fand die Arosa ClassicCar zum 22. Mal statt, rund 180 Fahrzeuge waren am Start. Für die Startplätze gingen rund 220 Nennungen ein, beim Ticketverkauf meldeten die Veranstalter einen Rekord. Bis zu 25'000 Besucherinnen und Besucher kamen an vier Tagen nach Arosa. Den Grossen Preis gewann Thomas Amweg auf einem Amweg F2 AW76. Mit einer eFuel-Tankstelle im Fahrerlager setzt der Anlass auf synthetische Treibstoffe für historische Fahrzeuge. Zur Jubiläumsausgabe 2024 kam Walter Röhrl als Gast. Präsident des Organisationskomitees ist Markus Markwalder.




